Bluthochdruck (Hypertonie) gehört zu den häufigsten Volkskrankheiten. Das Tückische: Er bleibt er oft lange unentdeckt, da mittelfristig keine oder nur unspezifische Symptome auftreten. Nicht behandelt schädigt er Herz, Blutgefäße und kann im schlimmsten Fall zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenproblemen und sogar Demenz führen.
Ist der Blutdruck dauerhaft erhöht, sollte dies auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Er kann ernsthafte Folgen nach sich ziehen. Unter anderem ist Bluthochdruck so gefährlich, weil er das Risiko für Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und Gefäßschäden erhöht. Letztere wiederum können der Auslöser sein für:
- Herzinfarkt
- Schlaganfall
- Arterielle Verschlusskrankheiten
à Durch arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) entstehen zudem versteckte Risiken. Denn dadurch wird die Durchblutung weiter eingeschränkt, was langfristig zu Niereninsuffizienz und sogar zu Demenz führen kann.

Volkskrankheit Bluthochdruck
Weltweit waren 2024 rund 1,4 Milliarden Menschen von Bluthochdruck betroffen. Das geht aus dem zweiten „Globalen Hypertoniebericht“ der Weltgesundheitsorganisation WHO hervor.¹ Auch in Deutschland hat ein großer Teil der Erwachsenen einen ärztlich diagnostizierten Bluthochdruck, wie eine bevölkerungsrepräsentative Erhebung des Robert Koch-Instituts (RKI) bestätigt. Demnach gibt rund ein Drittel der Erwachsenen an, von einem Arzt mit Bluthochdruck diagnostiziert worden zu sein. Bei der Bevölkerungsgruppe der über 65-Jährigen betrifft dies sogar zwei Drittel und mehr.²
Bluthochdruck: der stille Begleiter
Weitere Daten aus dieser Studie deuten jedoch an, dass ein erheblicher Anteil der Personen mit Bluthochdruck zunächst unentdeckt bleibt und erst später im Verlauf diagnostiziert wird – oft, wenn es schon zu spät ist. Vor allem bei jüngeren Erwachsenen ist die Awareness demnach niedrig.² Hintergrund ist meist, dass Bluthochdruck zu Beginn oft symptomlos verläuft.
Ab wann gilt der Blutdruck als zu hoch?
Die aktuellen Leitlinien definieren laut der Deutschen Herzstiftung³ eine arterielle Hypertonie (Bluthochdruck) als Blutdruckwerte von mehr als 140/90 mmHg. Einen erstrebenswerten Wert legt die Europäische Kardiologengesellschaft (ESC) auf Werte von <130/80 mmHg – sofern das vertragen wird.
¹Global report on hypertension 2025: high stakes – turning evidence into action. Geneva: World Health Organization; 2025. Licence: CC BY-NC-SA 3.0 IGO.
²Hannelore Neuhauser, Ronny Kuhnert, Sabine Born, 12-Month prevalence of hypertension in Germany, Journal of Health Monitoring, 2017 2(1) DOI 10.17886/RKI-GBE-2017-016 Robert Koch Institut, Berlin
³Deutsche Herzstiftung, Neue Leitlinie Bluthochdruck (aufgerufen am 04.02.2026)



